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Kerweborschausflug 15.06.2013 – Kartfahren und Weinfest  


Bereits die angenehm-sonnigen Temperaturen am Morgen ließen erahnen, dass uns Petrus womöglich nicht im Stich lassen würde. Voller Vorfreude trafen sich 21 Mann der Leehmer Kerweborsch um 10:45 Uhr an der Fähler Marie, um unser erstes Ziel, die Outdoor-Kartbahn in Schaafheim, anzusteuern. Nach der kurzen Begrüßung unseres Kerwevatters, stellte sich unser Busfahrer Frank vor, der, um jeglichem Fehlverhalten im Bus entgegen zu wirken, zu Beginn die Regeln erläuterte. Sollte man es sich gemütlich machen wollen, bitte die Schuhe ausziehen, gab er zu verstehen. Schob aber sogleich nach, dass die an Käsfuß-Leidenden, selbige bitte mit Bier einreiben sollen, um den Gestank in Grenzen zu halten. Es sei angemerkt, dass seine Befürchtung sich später bewahrheiten würde.
In Schaafheim angekommen, staunte man bei noch laufendem Rennbetrieb nicht schlecht. Zu sehen, wie die „Profi-Karts“ mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h über die Bahn schossen, ließ einige Knie erweichen. Reaktionen von „Boah, hammer“ bis „ob das ein gutes Ende nimmt“ wurden ungläubig und teils ängstlich ausgesprochen. Nach der Anmeldung, Sicherheitsunterweisung und Aushändigung der Helme, durfte man sich das erste Mal mit seinem Fahrzeug vertraut machen. Zu unserer Beruhigung kämen diese nur auf Spitzengeschwindigkeiten von 80 km/h – was jedoch immer noch enorm erschien. Schon kurz nach dem Startschuss für das Warm up stellte sich heraus, dass der Übermut mancher sofort mit einer ungewollten Drehung oder einem Besuch um Kiesbett betraft wurde. Bei fliegendem Übergang zum Qualifying galt es, die bestmögliche Rundenzeit hinzulegen, um eine aussichtsreiche Startposition zu erlangen. Schon zu Rennbeginn zeichnete sich ab, dass keiner dem anderen den Sieg gönnt - riskante Überholmanöver waren an der Tagesordnung, jeder wollte sich besser platzieren als der andere. Nur einen ließ das völlig kalt. Mit seinem stets vorsichtigen und auf Sicherheit bedachten, um nicht zu sagen ängstlichen Fahrstil, ließ Ortvin O. schon beim Einfahren erahnen, dass er selbst keinerlei Ambitionen auf einen vorderen Rang hat. So fuhr er, ohne jeglichen Überholversuch, sicher den letzten Platz nach Hause. Zum Ende hin gestand er, dass er zeitweilig wirklich zweifelte, überhaupt noch auf der richtigen Strecke zu sein, da kein Kontrahent mehr in Sicht war.
Schon nach einigen Runden machte es sich bemerkbar, dass die leichter-gewichtigen Burschen in unseren Reihen, einen essentiellen Vorteil gegenüber den strammer gebauten Jungs hatten. So musste man, nach der Ansicht einiger gewichtigen Rennfahrer, trotz eines nahezu perfekten Fahrstils, Tribut zollen. Der Frust über den ausgebliebenen Platz auf dem Treppchen, war bei einigen teils so groß, dass man sich schwur, bei einem weiteren Rennen, zukünftig darauf bedacht zu sein, die Rennwagen mit entsprechendem Ausgleichgewicht zu versehen. Zweckentfremdet seien Metallkugeln (Kuhele) für Traktoren bestens geeignet, berichtete Lule D. Sie lagen zu Hause bereit, wurden aber im Eifer des Gefechtes vergessen einzupacken - ärgerlich. Später hatten einige die Vermutung, dass er womöglich einfach zu sehr darauf bedacht war, Pflegeprodukte zusammenzupacken, die nach dem anstrengenden Kartrennen, das Äußere wieder auf Hochglanz trimmen sollten. Zu seiner Verteidigung muss man aber anmerken, dass der sonst für die Kugeln zuständige Bruder nicht anwesend war.
Ein noch schwerer wiegendes Problem hatte wiederum ein anderer. Schon zirka nach einem Drittel des Rennens suchte er AIGenwillig eine gänzlich ungelegene Parkmöglichkeit in mitten der Bahn, um sich eine kurze Verschnaufpause zu gönnen. Als er bemerkte, dass diese nicht genügt, um sich ausreichend zu erholen, machte er einen Satz aus dem Rennwagen, über die Schikane bis ins Kiesbett. Es war sein Magen, der ihm ununterbrochen Probleme bereitete. Von der ständigen Dreherei war selbiger so verstimmt, dass er sich dessen Inhalt noch mals durch den Kopf gehen lassen musste. Böse Zungen behaupteten, der Grund allen Übels sei im Abend davor zu suchen.
Der verdiente Sieger, der dem Rest kaum eine echte Chance ließ, war Kaufmanns R. Trotz seiner kugellosen 55 kg sei sein hervorragender Fahrstil stets zu würdigen, musste man sich eingestehen.

   
 

 
 

Nach dem der Sieger geehrt wurde und man sich nach dieser doch sehr anstrengenden Stunde akklimatisiert hatte, spurteten einige fast im Laufschritt zum Bus, um das erste Kaltgetränk des Tages zu genießen. Gestärkt von Worscht und Weck konnten wir nun die Reise in Richtung unseres zweiten Ziels fortsetzen. Ins bereits bei einigen bekannte Wachenheim an der Weinstraße, auf das über die Grenzen hinaus bekannte Burg- und Weinfest sollte es gehen. Nach einer ca. eineinhalb Stündigen, sehr unterhaltsamen Busfahrt, kamen wir in Wachenheim an. Gänzlich verwundert schauten sich diejenigen an, die schon mal in Wachenheim waren und dieses Örtchen stets anders in Erinnerung hatten. Zu allem Überfluss konnte man nirgends Schilder oder sonstige Hinweise, die auf eine örtliche Festlichkeit schließen lassen, sehen. Hatte man sich im Datum geirrt? Was ist hier los? Die Nachfrage bei einheimischen Passanten, wo sich das bekannte Fest befinde, löste ebenfalls nur fragende Blicke aus. Eine Burg gäbe es weit und breit nicht und von einem Weinfest hätte man auch noch nicht gehört. Ein etwas älterer Herr brachte nach reichlich Überlegung Licht ins Dunkle. Knapp 40 km entfernt befindet sich ebenfalls ein schmuckes Örtchen mit dem Namen Wachenheim. Da stand es fest, unser Pilot Frank, der generell nicht den ausgeschlafensten Eindruck hinterließ, hatte uns ins falsche Wachenheim manövriert. Das Navi mit der korrekten Postleitzahl versorgt, startete er den Bus in die richtige Richtung. Der kleine Umweg tat der Stimmung aber keinen Abbruch, da sowieso noch reichlich „Überraschungsgetränke“ aus der „Tüüte“ auf uns warteten. Im richtigen Örtchen angekommen, war es selbstverständlich keinem vergönnt, sich ein Geschmacksbild des lokalen Rebensaft zu machen. Die Warnung, keinesfalls zu übereifrig seinen Durst zu löschen, überhörte sogar so manch’ gestandener Weinkenner. Ein weiser Mann sagte einst: „Du solld net de Woi trinke, wie de es Bier trinkst“. Prompt musste der ein oder andere eine mehr oder weniger freiwillige Pause auf dem Marktplatz einlegen, um sich zu erholen. Dort angekommen, fiel es den Leehmern nicht schwer unbeobachtet zubleiben, was sich durch ständig wechselndes Liedgut und Sprüche auszeichnete.
Wohlgestärkt ging es für die zwischenzeitlich gebildeten kleineren Gruppen weiter. Einige verbrachten ihre Zeit noch weiter im unweit vom Marktplatz gelegenen Schloss, die anderen zog es in kleine Straußwirtschaften oder hoch zur Wachenheimer Burg, die nur mit einen steilen Anstieg zu bewältigen und gutem Orientierungssinn zu finden war. Dort haben Livebands auch die steifsten Hüften in unseren Reihen zum Schwingen gebracht. Nach etlichen Bildern, Gläsern und Flaschen Wein sollte es um 2.00 Uhr wieder Richtung Leeheim gehen. Nach dem auch der letzte den Weg zum Bus fand, startete der nun minimal ungehaltene Franky die Motoren und konnte etwas verspätet den Bus Richtung Heimat lenken. In Leeheim angekommen war es einigen augenscheinlich immer noch nicht genug. Man entschloss sich den Ausflug mit einem Frühschoppen bis zum späten Vormittag ausklingen zu lassen.
Als Fazit kann man abschließend sagen, dass es ein ganz toller Ausflug war, an dem jeder eine Menge Spaß und Freude hatte. Man konnte sich auf jeden verlassen, es gab keine größeren unerfreulichen Vorkommnisse und wir haben ein sehr gutes Bild in Schaafheim und Wachenheim hinterlassen. Das macht Lust auf mehr Ausflüge.


 
 
 

     
 
 
 

 

 
     
     
 
 
     
     
     
     
     
 

 
     
           
           
       
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